Gern veröffentlichen wir die nachfolgende Medienmitteilung unseres Partners ASA e.V. (Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung) zum diesjährigen Tag der Umwelt.
„Umweltschutz bringt was. Zusammen.“
ASA fordert stärkere Rolle der Abfallwirtschaft für Klima- und Ressourcenschutz
Ennigerloh / Berlin, 5. Juni 2026 – Zum diesjährigen Tag der Umwelt unter dem Motto „Umweltschutz bringt was. Zusammen.“ unterstreicht die Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung e.V. (ASA) die zentrale Bedeutung der Abfallwirtschaft für den Klima- und Ressourcenschutz. Als Interessenvertretung der Betreiber von Abfallbehandlungs- und Bioabfallvergärungsanlagen betont die ASA, dass eine leistungsfähige und rechtssichere Kreislaufwirtschaft ein unverzichtbarer Baustein zur Erreichung nationaler und europäischer Umwelt- und Klimaziele ist.
„Umweltschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe – und die Abfallwirtschaft ist einer ihrer wirksamsten Hebel“, erklärt Katrin Büscher, Geschäftsführender Vorstand der ASA. „Ganz im Sinne unseres Leitmotivs „Gemeinsam stark“ bündeln wir unsere Kompetenzen und handeln kooperativ, zirkulär und verantwortungsvoll. Unsere Anlagen gewährleisten nicht nur die sichere und umweltgerechte Behandlung von Abfällen, sondern sind zugleich elementarer Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Aus juristischer Perspektive ist entscheidend, dass die bestehenden rechtlichen Instrumente konsequent weiterentwickelt und kohärent angewendet werden – nur so lassen sich Ressourcenschutz, Klimaschutz und Investitionssicherheit gleichermaßen gewährleisten.“
Die ASA verweist in diesem Zusammenhang auf zentrale Handlungsfelder zur Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft – getragen vom gemeinsamen Anspruch „kooperativ, zirkulär, handeln“:
- Abfallvermeidung und hochwertige Verwertung stärken, um Primärressourcen nachhaltig zu schonen
- Kreislaufwirtschaft konsequent ausbauen, durch die möglichst lange Nutzung und Wiederverwendung von Materialien
- Energetische Verwertung systemisch sichern, insbesondere für nicht recycelbare Abfälle, als Beitrag zur Energieversorgung und zur Reduzierung fossiler Energieträger
- Bioabfälle gezielt erschließen, um klimafreundliches Biogas und hochwertige Sekundärrohstoffe effizient zu erzeugen
„Die Abfallwirtschaft ist ein hochkomplexes, technisch anspruchsvolles System, das Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Ressourceneffizienz miteinander verbindet“, betont Sebastian Koch, Vorsitzender der ASA. „Aus ingenieurwissenschaftlicher Sicht liegen enorme Potenziale in der Optimierung von Prozessen, der Digitalisierung von Anlagen und der Weiterentwicklung von Aufbereitungs- und Vergärungstechnologien. Kooperatives Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist dabei der Schlüssel, um diese Potenziale in die Praxis zu bringen. Wenn wir diese konsequent nutzen, können wir Emissionen deutlich senken und gleichzeitig die Effizienz unserer Stoffkreisläufe erheblich steigern.“
Betreiber von Abfallbehandlungs- und Bioabfallvergärungsanlagen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein: Sie vermeiden klimaschädliche Methanemissionen, erzeugen erneuerbare Energie und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Substitution fossiler Rohstoffe. Gleichzeitig sichern sie die fachgerechte Behandlung zunehmend komplexer und heterogener Abfallströme.
„Damit Umweltschutz tatsächlich Wirkung entfaltet, brauchen wir verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen“, so Büscher weiter. „Es geht um Planungssicherheit für Investitionen, um innovationsfreundliche Regulierung und um klare politische Signale für eine starke Kreislaufwirtschaft – gemeinsam, kooperativ und zirkulär gedacht und umgesetzt.“
Ergänzend hebt Koch hervor: „Technologische Innovationen allein reichen nicht aus – entscheidend ist ihr breiter und schneller Einsatz in der Praxis. Dafür braucht es ein Zusammenspiel aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – und genau hier zeigt sich, was uns stark macht: Zusammenarbeit.“
Die ASA ruft Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, die Abfallwirtschaft stärker als integralen Bestandteil der Klimaschutzstrategie zu begreifen:
Nur durch ein abgestimmtes Zusammenspiel aller Akteure kann der Übergang zu einer echten Kreislaufwirtschaft gelingen.
„Der Tag der Umwelt macht deutlich: Umweltschutz wirkt – aber nur im Schulterschluss“, so Büscher abschließend. „Die Abfallwirtschaft ist bereit, ihren Beitrag weiter auszubauen. Jetzt gilt es, die richtigen Weichen zu stellen – kooperativ, zirkulär und entschlossen im Handeln.“
Textquelle: ASA e.V.
Bildquelle: pixabay – farblich abgeändert mit Unterstützung von KI


